Das Möbel für 11 Personen
Bei Pokertischen handelt es sich um ovale Möbelstücke, auf welchen in Spielcasinos Poker gespielt wird. Die Spielfläche ist mit Stoff ausgelegt und so groß, dass elf Personen direkt nebeneinandersitzen. Diese bestehen aus 10 Spielern und einem Croupier (Dealer). Für gewöhnlich verwendet man � in Spiel-Casinos � zum Überziehen der Spielfläche Friese; im privaten Bereich sind dies Filzelemente. Hier sind auch die einzelnen Funktionsteile durch einfache Linien gekennzeichnet, im geschäftlichen Bereich sind es Firmenlogos der Casinos, von Fernsehsendungen oder auch von Sponsoren aus der Spielindustrie, die gleichzeitig zu Markierungszwecken eingesetzt werden. Zur Umrandung der Spielfläche dient eine Armauflage aus (poliertem oder gepolstertem) Holz. Auch sind zuweilen Getränkehalter in diese Armauflagen eingelassen.
Ins Blatt schauen: Die Pokertisch-Kamera
Bei Fernsehsendungen, die ein Pokerspiel aussenden (nicht live, sondern mit einer Minutenverzögerung oder auch später, aufgezeichnet), spielen Tischkameras eine wichtige Rolle. Fernsehzuschauer erhalten nämlich einen Einblick in die eigentlich verdeckten Karten eines jeden Spielers. Bei dem Modell der Aufzeichnung erhalten ebenfalls die Kommentatoren die Bilder erst nach Ende der eigentlichen Spielpartie und nehmen hierzu dann ihren Text auf. Dies (a) hat den spannungsreichen, ereigniserzählenden Charakter wie bei anderen Sportübertragungen auch,
(b) bietet den Poker(anfangs)spielern unter den Zuschauern die detaillierte Möglichkeit, zu Übungszwecken Partien nachzuspielen bzw. gedanklich nachzuvollziehen und
(c) vermeidet strikt die Möglichkeit des Betrugs, weil zumindest jene Mitarbeiter, denen die Kamerabilder ohne Zeitverzögerung zugespielt werden, hier direkt als Kontrolleure agieren bzw. eingreifen können. Die Kontrollräume sind vor Fremdeingriffen hoch gesichert.
(d) ist genau durch diese Art der Spielbeobachtung das Spiel des Pokerns im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts zu einer bis dahin nicht vorhandenen Popularität aufgestiegen. Denn: Zuerst hatte man dieses Kamerakonzept bei Pokertischen im Jahre 1997 praktiziert, und zwar bei der Sendung "Late Night Poker" aus England. Diesem Beispiel folgte man bei der World Series of Poker im Jahre 2002 sowie bei der World Poker Tour im Jahre 2003.
Der Blick des Beobachters
Tischkameras für Pokertische können auf dreierlei Arten und Weisen installiert sein.
(a) Der Tisch besteht teilweise aus Glasflächen, die sich direkt vor jedem Spieler befinden. Von unterhalb haben so Kameras auf das Spielgeschehen Zugriff; dies ist eine europäische Methode der Spielbeobachtung.
(b) Es werden die Tischkameras zwischen der Spielfläche und der Armauflage installiert; dies hat sich so bei den Turnieren "World Series of Poker" sowie "World Poker Tour" etabliert.
(c) Die Spielkarten werden in Kartentaschen verbracht, die gleichzeitig als Scanner fungieren. Über das Internet werden zuweilen Pokersendungen als Live-Streaming übermittelt, die sich dieser Methode bedienen. Spielen Sie in Online Casinos Test verschiedene Spiele.
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Für den Hausgebrauch: Sparversionen
Jedoch für Pokerinteressierte, die sich in diesem Zusammenhang zunächst in privatem Rahmen profilieren wollen oder überhaupt nicht im Sinn haben, um Geld zu spielen, sind nicht von der Anschaffung eines gewerblich genutzten Tisches abhängig, um stilecht Partien nachzuspielen oder eigene entstehen zu lassen. Neben der Anschaffung von Pokerzubehör stehen hier verschiedene, meist überhaupt nicht kostenintensive Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann es hier
(a) um ein Pokertuch gehen. Dies ist sicherlich die kostengünstigste Variante. Die exakte Kopie einer Pokerspielfläche ist hier auf Filz oder Friese gedruckt und kann beliebig auf Betten, Fußböden, größere Tische oder andere Flächen verbracht werden. Wichtig ist hier (bei glatten Flächen), die Unterseite des Pokertuches mit doppelseitigem Teppichklebeband stets zu arretieren, sodass keine Irritationen in Form von ruckartigen Verschiebungen während eines Spielverlaufs auftreten.
(b) Aufklappbare Pokertische, die durchweg achteckig geformt sind, bieten fünf bis sieben Personen Platz. Diese Variante ist der breiten Öffentlichkeit in ihrer Verwendung als Dekoration für Fernseh- und Kinofilme bekannt geworden; hier spricht man generell nach dem Pokertuch von der zweitgünstigsten Ausstattung für das private Pokerspiel.
(c) Die dem originalen Pokertisch nachempfundenen Möbelstücke sind hingegen oval. Diese sind größer, jedoch erinnern auch bei privaten Pokerrunden an das "Erlebnis" des "wirklichen" Pokerns. Sie gelten diese nicht nur als die kostenintensivste Methode, sondern bergen ebenfalls die Möglichkeit zur oben erwähnten Kameramontage. Insbesondere bei Lehrgängen oder auch privaten Schulungseinheiten bieten die Aufzeichnungen einzelner Spiele eine interessante und hilfreiche Grundlage zur Selbstbildung für den höher ausgepriesenen Turniersport.
Vom Selbstbauen
Es gehört für talentierte Hobby-Handwerker stets zu einem besonderen Vergnügen, einen Pokertisch selbst zu bauen. Dies bedingt bestimmte Utensilien, nämlich z. B.: (a) 3 MDF-Platten, die 1,80 m x 1 m x 1,9 cm geformt sind,
(b) vier Tischbeine, die klappbar, schraubbar sind oder auch fest montiert. Hier ist darauf zu achten, dass vorstehende Schraubenköpfe sich nicht schädigend auf darüberliegende Materialien auswirken können.
(c) Eine Schaumstoffplatte in Form und Größe der Tischplatten ebenso mit einer
(d) Schaumstoffplatte mit Trittschalldämmung, diese jedoch mit den Maßen 1,40 m x 0,60 m x 0,6 cm. Dazu gehört weiterhin eine
(e) Filzplatte mit dem Aufdruck des Spielfeldes, welches die folgenden Maße hat: 1,50 m x 0,7 m. Auch benötigt man für den sogenannten Rail-Überzug
(f) Kunstleder im Format 2,10 m x 1,30 m. Um dies zusammenzubauen, benötigt man nun Spachtelmasse, Sprühkleber, die MDF-Grundierung, Lack, Schrauben (dazu Beilagscheiben sowie Einschlagmuttern).